Zuständige Behörden und Organisationen
An wen kannst du dich wenden?
In den ersten Stunden eines Stromausfalls arbeiten Behörden und Hilfsorganisationen noch weitgehend normal. Doch bei einem länger andauernden Blackout ändert sich das schnell:
Kommunikation, Transport und Koordination werden zunehmend eingeschränkt.

Darum ist es wichtig, vorher zu wissen, welche Stellen grundsätzlich zuständig sind –
und was du im Ernstfall erwarten kannst.
Wer ist grundsätzlich verantwortlich?
Bei einem großflächigen Stromausfall sind in Deutschland folgende Organisationen beteiligt:

  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
    → Planung, Koordination und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Kreise und Kommunen
    → Einrichtung von Sammelpunkten, Notrufstellen, Anlaufstellen.
  • Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
    → Akute Hilfe, Notstromversorgung, Wasser, medizinische Unterstützung.
  • Polizei
    → Ordnung, Schutz wichtiger Infrastruktur.
  • Bundeswehr (wenn angefordert)
    → Unterstützung mit Material und Personal, z. B. bei Versorgung oder Transport.
Wie lange bleiben diese Organisationen aktiv?
Solange Diesel für Notstromaggregate vorhanden ist, können viele Behörden und Organisationen noch mehrere Stunden bis Tage arbeiten. Danach hängt die Einsatzfähigkeit stark von den örtlichen Vorräten und Absprachen ab.

Auch Funk- und Kommunikationssysteme haben nur begrenzte Laufzeit.
Darum kann die Erreichbarkeit nach 24–48 Stunden bereits
stark eingeschränkt sein.Fließtext
Wie erfährst du, wo du Hilfe bekommst?
Viele Städte und Gemeinden planen, bei einem Blackout sogenannte Informations- und Sammelpunkte einzurichten, manche haben das schon getan.
Dort können Bürger:

  • Informationen erhalten,
  • Hilfe anfordern,
  • Medizinische Notfälle melden,
  • oder selbst Unterstützung anbieten.

Wo sich diese Punkte befinden, hängt vom jeweiligen Ort ab.
Du findest sie auf der Seite „
Wer hilft in deinem Ort“.
Wie wird lokal organisiert?
In Österreich gibt es den Plan, in jeder Gemeinde eine verantwortliche Person zu benennen, die im Blackout-Fall den Kontakt zwischen Bevölkerung, Feuerwehr und Verwaltung aufrechterhält.

Ein ähnliches Prinzip wird auch in Deutschland empfohlen:
Jede Kommune sollte Ansprechpersonen benennen,
die wissen,
was zu tun ist,
wenn keine Kommunikation mehr funktioniert.
BORSO sammelt und veröffentlicht solche Informationen, damit du weißt, wer in deinem Ort hilft – auch wenn kein Telefon mehr funktioniert.
Wie du helfen kannst
BORSO sammelt und veröffentlicht solche Informationen, damit du weißt, wer in deinem Ort hilft – auch wenn kein Telefon mehr funktioniert.
Wie du helfen kannst
Wenn du weißt, wer in deinem Ort verantwortlich ist, oder wenn du selbst in einer Organisation tätig bist, kannst du BORSO dabei unterstützen, diese Informationen zu ergänzen und aktuell zu halten.
Wende dich einfach an deine Kommune und bitte Sie, uns die Information zu übermitteln.
Jede
geprüfte Information hilft, die Übersicht für andere zu verbessern.
Fazit
Im Blackout ist der wichtigste Ansprechpartner: deine Stadt - oder Gemeindeverwaltung.

Danach Feuerwehr, Polizei, THW und Hilfsorganisationen, solange sie erreichbar sind.

Alles andere steht und fällt mit
Selbstorganisation vor Ort.BBitte mache auch andere Personen auf diese BORSO-Website aufmerksam.
Notrufnummern – was funktioniert wann?^

0 - 1 Std. nach Stromausfall:
Festnetz meist ausgefallen (Router ohne Strom), Handynetz funktioniert noch teilweise.
Feuerwehr, Polizei, Rettung erreichbar.

1 – 4 Stunden:
Handynetz zunehmend überlastet. Gespräche abbrechend oder unmöglich.
Behörden schalten Notstrom, Funknetze aktiv.

4 – 24 Stunden: Mobilfunk weitgehend ausgefallen. Notruf nur noch über Funk und Sammelpunkte.

ab 24 Stunden: Kein Handynetz, keine Internetverbindung. Kommunikation nur noch über lokale Anlaufstellen.

Wichtige Nummern:

Polizei
110
Feuerwehr
112
Technisches Hilfswerk
über Feuerwehr 112
Ärztlicher Bereitschaftsdienst
116 117
Für Gehörlose (SMS/Fax)
0800 133 133

Hinweise

Nur in echten Notfällen anrufen.
Jede unnötige Leitung blockiert Hilfskräfte.

Sobald Notrufstellen eingerichtet sind,
wird die Bevölkerung darüber informiert – meist per Radio oder Lautsprecherdurchsagen.

Halte wichtige Nummern auf Papier bereit,
da das Handybuch offline nicht zugänglich ist.

Wenn nichts mehr funktioniert:
Zum nächsten Feuerwehrhaus oder Sammelpunkt gehen.

Tipp

Erstelle dir jetzt eine kleine Notfallkarte auf Papier:

  • Familiennummern
  • Nachbarn / Vertrauenspersonen
  • Gemeinde / Feuerwehrhaus
  • Sammelpunkt-Adresse

Wer vorbereitet ist, spart im Ernstfall wertvolle Minuten.